Line Dance:
Nicht aus der Reihe tanzen

„Crazy Boots"
aus Heretsried
tanzen zur Country-Musik

----------------------------------------------
Von unserer Mitarbeiterin
Simone Hellwig

----------------------------------------------

Mai 2001
Wertinger
Zum Country-Song „God blessed Texas" schwingen die „Crazy Boots" beim Line Dance die Beine. Für jedes Lied gibt es einen extra einstudierten Tanz.
Bild: Simone Hellwic

„Turning Toe" und „Coaster Step" - so hei­ßen nur zwei der zahlreichen Schritte, die man beherrschen muss, wenn man den ame­rikanischen Line Dancc tanzen möchte. Beim Kirchenwirt in Heretsried treffen sich regelmäßig Country-Begeisterte, um zu den Hits aus den aktuellen US-Country-Charts die neuesten Tänze einzustudieren.

Beim Line Dance gibt es gewisse Schritte, die einstudiert werden müssen, und sich in den einzelnen Tänzen immer wiederfinden. Jeder tanzt für sich, allerdings in einer Reihe bzw. in Reihen hintereinander. Daher erklärt
Zum Country-Song „God blessed Texas" schwingen die „Crazy Boots" beim Line Dance die Beine. Für jedes Lied gibt es einen extra einstudierten Tanz.

Die Herren tragen Cowboyhüte und riesige Gürtelschnallen und auch die Damen sind irgendwie „amerikanisch" gekleidet und tragen teilweise indianischen Schmuck.
„Das Schöne am Line Dance im Gegensatz zu anderen Hobbys ist, dass man seine Kinder mitbringen kann", meint Andrea Nieberle. Die Jüngsten, die den Line Dance schon richtig professionell - manchmal sogar besser als die Großen - beherrschen, sind gerade mal sieben Jahre alt.

 Seit November 1997 besteht der Verein „Crazy Boots West wod Line Dancers" in Heretsried. Ursprünglich war die Tanzgruppe die Idee von Andrea Nieberle, die heute auch die 1. Vorsit­zende der „Crazy-Boots" ist. „Ich habe Line Dance zum ersten Mal auf einem Country-Festival gesehen.. Es hat mich fasziniert, wie dort alle gemeinsam den gleichen Tanz zu einem bestimmten Lied getanzt haben", erklärt Andrea Nieberle, die ein begeisterter Country-Fan und eine Pferde­närrin ist.„Line Dancc ist ein zeitaufwendiges Hob­by, denn man muss etwas tun und üben," er­zählt sie weiter

Mit dem eher bekannten Square Dance, wo die Schrittfolgen jedoch angesagt werden, hat der Line Dance überhaupt nichts gemeinsam.
75 Erwachsene, 20 Kinder
Bei den „Crazy Boots" tanzen derzeit rund 75 Erwachsene und 20 Kinder in allen Schwierigkeitsstufen. Die Vereinsmitglieder kommen von überall her - teilweise sogar aus Klosterlechfeld und Marxheim.
Beim Übungsabend hat man das Gefühl, man ist in eine andere Welt geraten, wenn man die eingefleischten Line Dancer beobachtet:

„Line Dance ist eine Sportart für alle Altersgruppen. Unser ältester Tänzer ist immerhin 71 Jahre alt. Man muss lediglich die Musik mögen", erzählt Andrea Nieberle.

Am 9. Mai beginnt wieder ein Anfängerkurs bei den „Crazy Boots" (20 Uhr beim Kirchenwirt in Heretsried). Alle Interessierten und Neugierigen sind bei den „Crazy Boots" herzlich willkommen